Ronda
Ronda neue Brücke 780

Die Kleinstadt Ronda liegt in einer Höhe von 723 m über dem Meeresspiegel in der als Serranía de Ronda bekannten Berglandschaft der Provinz Málaga. Bereits in der neolithischen Zeit lebten hier Menschen, wichtige Zeitzeugen sind kulturelle Spuren wie die Dolmen, die Höhlenmalereien usw.

Ronda Stadtmauer W
Ronda 1 (1) W
Ronda von unten W

Berühmt und Weltbekannt ist Ronda eigendlich “nur” wegen seiner “neuen Brücke”.

Viele lästern Ronda stehe am Abgrund. Dem stimmen wir zu, Ronda stand immer und wird immer am Abgrund stehen.

Im Jahre 132 vor Christus gründeten die Römer die Stadt im Schatten der 20 km gelegenen Ortschaft “Acinipo” ( heute Ruinen ).

Im 8. Jahrhundert übernahmen die Mauren die Ortschaft ( die damals Arunda hieß ), da sie gut zu verteidigen war und bauten sie aus.

Wunderschöne uneinsehbare Gärten direkt an der Schlucht gelegen, bestehen noch heute.

Ronda 1 (3) 280

Außerhalb von Ronda gibt es natürlich genug Parkplätze, also  parken wir außerhalb der Stadt und fahren mit den Pedlec`s in die Stadt.

Zunächst fahren wir natürlich zur “neuen Brücke” ( Puente Nuevo ) dem Wahrzeichen der Stadt, die den “El Tajo” in 80 m Höhe überspannt.

Ronda Brücke  780
Ronda Schlucht W
Rondas Gärten W

Die Aussicht auf andere Teile der Schlucht  ist einmalig. Die wunderschönen Gärten direkt an der Schlucht sind uralt und bieten natürlich eine Aussicht die nicht zu überbieten ist.

Ronda Ansichten (1) 280

Die Mauern sind Abenteuerlich am Abgrund gebaut aber gerade dadurch einmalig.

Eine Reise in eine wunderbare Welt, wir können uns nicht satt sehen. Der Blick in das weite Land, die Berge im Hintergrund

Ronda Aussicht 780

Die Christen gewährten damals den maurischen Bewohnern unter Fernando el Católico ( Ferdinand II ) freien Abzug, aber sie mussten Ronda verlassen. Wie ein Auszug aus dem Paradies muss es auf die Menschen gewirkt haben

Ronda Ansichten (3) 280

Wie auch in Granada verließen die Mauren in Richtung des heutigen Marokko und Algerien das Land und ließen wunderbare historische Bauwerke aus ihrer Zeit zurück.

Ronda Schrift 280
Ronda Fliesenbild 280

Ein Fliesenbild in der Nähe der neuen Brücke zeigt wie die Stadt damals aussah.

Pedelec in Ronda 280
Museum Ronda 280

Danach wollen wir in das Museum von Ronda.

Im ‘Palacio de Mondragón’ wird die Geschichte Rondas anschaulich präsentiert.

In der Ausstellung werden Bauern Gemeinschaften die hier noch vor der Römerzeit lebten vorgestellt.

Die Berge um Ronda boten den Römern Metalle die diese zur Waffen und Werkzeug Herstellung benötigten. Ohne das Metall wäre ROM nicht zu dem geworden, was es wurde.

Ronda Gartenblick W
Ronda Brunnen W

Wir machen Pause in einem der Parkanlagen in Ronda, sitzen im Schatten und ruhen uns aus.

Ronda Gartenpflanzen W
Ronda im Park W
Gebäude Museum Ronda 280
Eingang Museum W
Palacio de Mondragón 1 W
Palacio de Mondragón 2 W
Ronda im Museum (5) W
Ronda im Museum (8) 280
Ronda im Museum (2) 280

Gießformen werden als Nachbau oder als Original gezeigt.

Das Schwert war nach dem Gießen der flüssigen Metallschmelze in die Form noch lange nicht fertig.

Es musste noch ausgeschmiedet werden, erst durch Schleifen wurde das Schwert zur Klinge.

 

Das Leben und sterben in der Zeit Null unserer Zeitrechnung wird sehr gut gezeigt und erklärt.

Auch der Bau von Grabstätten aus unbehauenen Steinblöcken wird gezeigt.

Dieser Ausdruck einer sozialen Tat, Beweis von Kultur und Religion sind überall auf der Welt in ähnlicher Bauweise zu finden.

Dolmengrab W

Wie kommt es, dass diese Dolmen in sehr ähnlicher Bauweise in Europa, Nordafrika, im Orient, in Indien, Japan und Korea usw zu finden sind ?

Etwa 2000 km von hier ist ein ähnliches megalithzeitliches Bauwerk “Table des Marchand” bei Locmariaquer ( Bretangne )

franz. „La“ Table = Tisch der Marchands, wobei diese Tischplatte nach unten zum Grab behauen ( künstlerisch gestaltet ) ist.

Die Quelle dieser bretonischen Hierogramme steht in Beziehung zur Iberischen Halbinsel, so aktueller Wissensstand.

Immer kommt es zu Darstellungen der sogenannten 'Muttergöttin', also einer weiblichen Göttlichen Lebensspenderin.

Ronda Platz der Duquesa W
Ronda Platz der Duquesa 2 W
Ronda Rathaus W
Santa Maria la Mayor W

Bereits der Eingang des Museum von Ronda bzw. das Gebäude des ‘Palacio de Mondragón’ ist ein Besuch wert.

Museumstür 280

 Der ‘Palacio de Mondragón’ wurde damals vom Sohn des Sultans von Marokko bewohnt, der Herrscher dieses Gebietes war.

Im Gebäude werden zunächst einfachstes Siedlungsleben dargestellt.

Ronda im Museum (1) 280
Ronda im Museum (4) 280

Als 200 v. Chr.  die Römer Gadir (Cadiz) erreichten, hatten Sie die iberische Halbinsel erobert.

Die Römer nutzten die Bodenschätze um ihre Macht zu festigen. Die Bewohner dieser Region hatten bereits umfassende Kenntnisse in der Metallgießtechnik. Neben Waffen und Werkzeugen wurde auch Silber- und Goldschmuck usw. gegossen.

Ronda im Museum (3) 280
Römer und Metall 280
Ronda im Museum (7) 280
Dolmenbau 280

Nach der Reise zu unseren Vorfahren verlassen wir das Museum und fahren durch die Strassen Rondas zum “Platz der Duquesa”.

Im Park sitzen wir vor dem Rathaus im Schatten, die Brunnen mit dem Wasser schaffen eine einzigartiges Klima, denn es ist heiß Anfang September.

Unter 30 Grad tagsüber sind hier nicht, an keinem Tag.

So ist in einem bewässerten Park mit seinem Duft eine Pause immer schön.

Wir bedauern die Polizisten, die vor dem Rathaus jeden kontrollieren. Aber wenigsten stehen sie im Schatten. Ein Gedenkstein erinnert an die  Maurenzeit und das hier neben dem Minarett des heiligen Sebastian eine Moschee gestanden hat.

Gedenkstein Ronda 280

Die Kathedrale Santa Maria de Mayor entstand durch die Umgestaltung einer Moschee, so wie auch in anderen Städten.

Die ehemalige Zentral Moschee der Stadt wurde ab 1485 zur Kathedrale umgebaut.

Das ehemalige Minarett wurde zum Glockenturm umgestaltet.

Bis auf einigen arabischen Inschriften im Mihrab ( im Gebetsraum ) der ehemaligen Moschee, ist nichts mehr von der Zeit der Moschee vorhanden.

Dieser Bereich wurde  glücklicherweise nicht vollständig “vernichtet”. Aber man darf nicht vergessen, dass auch die Moschee auf den Grundmauern einer paläochristlichen ( frühchristlichen ) Kirche errichtet wurde. 

Santa Maria la Mayor 2 780
Kirchenglocke 280

Der Besuch der Kathedrale “Santa Maria de Mayor” war sehr schön, aber man muss den Eindruck selbst auf sich wirken lassen. Dagegen kann man auf einen Besuch im “Banditenmuseum” von Ronda getrost verzichten.

Banditenmuseum Ronda 2 280
Rondabesuch (3) 280
Rondabesuch (2)  280
Banditenmuseum Ronda W

Zum einen darf man im “Museo del bandolero” nicht fotografieren, zum anderen wird ziemlich langweilig die Geschichte der berühmten Banditen ( bandoleros )  der Vergangenheit nur in Spanisch erklärt. Man versucht kriminelle Menschen romantisch dar zu stellen, wie Zorro u.ä.

Einige alte Gemälde, Waffen und Kleidung, einige Geschichten pro Bandito.

Wer Lust hat oder wenn es regnet ganz nett. Ich will gern einräumen, dass ein Grund der schlechten Bewertung das “Gewaltverherrlichende” der Ausstellung ist.

Hier in Ronda wurden während des spanischen Bürgerkriegs Menschen ( Faschisten ) in die Schlucht gestoßen.

Nicht zuletzt besuchten deshalb viele bekannt Künstler Ronda, in Hemingways Roman “Wem die Stunde schlägt” berichtet in dem 10. Kapitel der Autor von waren Geschichten, also tatsächlichen Vorgängen die er in seinem Roman einbaut.

Wie in Spanien Erinnerungen z.B. an das größte Südeuropäische Konzentrationslager in “Miranda de Ebro” ( Provinz Burgos ) verdrängt werden, so werden  Alptraumhafte Vergangenheiten in tolle “Banditentrail” umgesetzt.

Die Biografie des berühmten Räubers Joan Sala Serrallonga, der im 17. Jahrhundert das Gebirge der Guilleries und der Garrotxa unsicher machte, wird zum Held von dem am Abend bei einem Wein und Schurkenmenü wundervolle Geschichten erzählt werden.

 Wenn auch für die armen Leute Mörder und Wegelagerer die reiche Leute überfallen und töten für soziale Gerechtigkeit sorgten, waren diese nie Freiheitskämpfer sondern Kriminelle.

Aber letztlich litt Spanien genauso wie Deutschland unter ständiger Gewalt. Die Kulturen bekämpften sich schon immer und unter Franco eiferte man den Deutschen nach.

Auch die zahlreichen Kirchen, noch die Stadtmauer haben das eine Morden, noch das andere verhindert.

Christentum nur in der Kirche ?

Ronda am Abgrund 780

Genug dieser Gedanken. Wir sagen für heute “Auf Wiedersehen Ronda” und es tut weh zu gehen.

Unsere Pedelec`s waren wieder einmal unbezahlbar, mit den Elektrofahrrädern haben wir schon viel gemacht.

Wichtig ist sie gut anzuketten, wenn man zum Beispiel ein Museum besucht.

Ronda mit dem Rad 280

Wir verlassen Ronda wieder und fahren noch einmal mit dem Wohnmobil an der Stadtmauer vorbei.

Rondabesuch (1) W
Rondabesuch (4) W
Auf Wiedersehen Ronda 1 W
Auf Wiedersehen Ronda 3 W

Wir verlassen Ronda wieder und fahren noch einmal mit dem Wohnmobil an der Stadtmauer vorbei.

Ein letzter Blick zur Stadtmauer.

Pferde schauen zu unserem Wohnmobil “Fürchtenix”, wir schauen die Pferde an.

Auf Wiedersehen Ronda 2 280

Schon hat uns die Strasse wieder, wir freuen uns schon auf die Fahrt.

Leider rechnen wir nicht mit einem generellen Übernachtungsverbot im Naturschutzgebiet “Sierra de las Nieves” und fahren weiter.

Sierra de Nieves 10 280b